Ich möche eine Grille sein

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Immer mehr umhüllt mich das Dunkel der Nacht, ganz sanft als würde Gott den Lichtschalter drehen und mich sanft mithilfe der Dämmerung in den Schlaf geleiten. Das vertraute Zirpen der Grillen begleitet mich und erinnert mich an viele schöne Urlaube im Süden. Sanft streicht eine laue Brise über meine Haut, der Gänsehaut folgt, obwohl es gar nicht kalt ist. Wie ich den Sommer liebe! Der Himmel ist klar und ich kann viele Sterne sehen- trotz der Helligkeit, welche die Stadt so mit sich bringt. Ich stelle mir vor, ich wäre irgendwo mitten im Wald unter freiem Himmel. Ich wünsche mir, ich könnte ewig so liegen. Alles wirkt so friedvoll und angenehm. Es gibt phasenweise ganz wenige Momente, wo sich mein Herz und meine Seele einfach nur wohl und glücklich fühlen. Dieser ist so einer. Ich frage mich dann immer, was mir das sagen soll und was das bedeutet? Ich habe so unglaublich viele Fragen in meinem Kopf und so wenig Antworten darauf. Wovor habe ich so viel Angst und wieso blockiere ich mich selbst? Das sind wohl die wichtigsten aller Fragen. Ich möchte eine Grille sein. An heißen Sommernächten in den Kiefern und Wiesen sitzen und Lieder singen. Ich wüsste dann genau, wer ich wäre und was meine Aufgabe auf der Welt wäre. Ich würde nichts in Frage stellen. Ich würde jeden Tag singen und glücklich sein. Der Mensch denkt, er ist etwas ganz besonderes mit all seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten und hochentwickelten Zellen. Doch in Wahrheit verkomplizieren wir unser Leben nur, können die einfachsten Antworten nicht geben und die leichtesten Entscheidungen nicht treffen. So wie: wer bin ich und was möchte ich auf dieser Welt leisten? Der Mensch ist das lustigste und fragwürdigste Wesen auf dieser Erde. Und während ich schreibe und diesen Vorgang belächle und in Frage stelle, bilden sich bereits die nächsten Gedanken und Fragen in meinem Gehirn.

Warum schläfst du nicht? Warum erledigst du deine vielen Aufgaben nicht? Weil ich so abgelenkt davon bin, mich selbst zu erkennen und zu finden. Wieso sollte ich meine Berufung finden, bevor ich mich selbst gefunden habe? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Erkenne, wer du bist, und du wirst deine (Auf)Gabe finden. Deinen Beitrag für diese Welt…

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